Auf das richtige Data Mindset kommt es an: Wie Unternehmen die Digitalisierung erfolgreich meistern

Daten sind für Unternehmen im globalen Wettbewerb der Schlüssel für Innovation und Erfolg geworden. Dafür entscheidend ist allerdings der richtige Umgang mit Daten, der erst durch ein passendes Data Mindset angeleitet wird. Aber worauf müssen Unternehmen in ihrem Mindset achten, um bei der Digitalisierung erfolgreich zu sein?

Steffen Barkawitz
28.09.2020 · 5 min read

„Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts“ – keine andere Metapher spiegelt die Tatsache so treffend wider, dass Digitalisierung, Big Data und Business Intelligence für Unternehmen im globalen Wettbewerb der Schlüssel für Innovation und Erfolg geworden sind. Inzwischen gibt es kaum ein Unternehmen, das nicht die Chancen der digitalen Transformation erkannt hat. Darunter zählen die verschiedensten Geschäftsmöglichkeiten, die sich aus aktuellen Trends wie dem Internet der Dinge, der Industrie 4.0 und der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz ergeben. Denn durch die konsequente Vernetzung, Mobile Computing, Cloud-basierten Technologien, Netzwerk-Plattformen und Netzwerkeffekten können Unternehmen datenbasierte Geschäftsmodelle errichten und somit im globalen Wettbewerb wettbewerbsfähig bleiben. Vielen Unternehmen und Entscheidern wird daher bewusst, dass ihr bisher erfolgreiches Kerngeschäft sich möglicherweise nicht erst in 3, 5 oder 10 Jahren auflösen wird, sondern vielleicht schon morgen. Disruptive Innovation lässt grüßen.

Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen Daten, etwas, das vor gar nicht so langer Zeit in riesigen, voneinander isolierten Datensilos geparkt wurde. Heute versteht man es als Big Data - ein betriebswirtschaftliches Asset und eine der wichtigsten Unternehmensressourcen, nicht selten noch vor Kapital, Mitarbeitern, Maschinen und Gebäuden.


Der Umgang mit den Daten entscheidet

Je mehr Prozesse in Unternehmen digitalisiert werden, desto größer sind die Datenmengen, die quer durch alle Unternehmensbereiche entstehen. Daten allein stellen allerdings nur die Basis und somit den kleinsten Baustein der Digitalisierung dar. Entscheidend ist der richtige Umgang mit ihnen, der durch das passende Data Mindset angeleitet wird. Dazu gehört nicht zuletzt auch eine datenaffine Haltung in der Führungsetage als auch bei den Mitarbeitern selbst: Die Bereitschaft, sich dem Thema Digitalisierung zu stellen und alle Geschäftsprozesse sowie das Kerngeschäft durch die Datenbrille zu betrachten, sie zu hinterfragen und neu auszurichten, ist essenziell. Denn nur auf diesen Wege kann das richtige Data Mindset Unternehmen bei der erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierung helfen.

Aber worauf müssen Unternehmen in ihrem Mindset achten, um bei der Digitalisierung erfolgreich zu sein?


Datenmanagement – die Basis und der Rahmen jeder Digitalisierung

Ganz gleich, wozu sie später verwendet werden – damit Daten optimal genutzt werden können, müssen Unternehmen einen technologischen Rahmen schaffen, innerhalb dessen Daten gesammelt, analysiert, gespeichert und archiviert werden können. Denn in datenzentrierten Unternehmen genügt es nicht, die angefallenen Daten nur zu speichern. Um das Optimum aus ihnen rauszuholen und z.B. neue Muster in ihnen zu erkennen, müssen sie nicht nur ’bereinigt’, sondern auch miteinander vernetzt werden. Ein solches Datenmanagement ist das Rückgrat einer jeden Digitalisierung und sollte immer wieder überprüft und an die neuesten technologischen Entwicklungen angepasst werden.


Datenstrategie - je konsequenter, umso wirksamer

Damit Daten zu neuen Erkenntnissen führen und somit zur wertvollen Unternehmensressource werden können, müssen sie mit den Methoden der Business Intelligence, des Data Minings, der Data Sciences und der Data Analytics zum ’Sprechen’ gebracht werden. Hier erweist sich eine eigene datenbezogene Strategie als unumgänglich.

Die Datenstrategie gibt sowohl Richtung und Ziel als auch die einzelnen Teiletappen der Digitalisierung vor. Daher ist sie Kompass und Plan zugleich. Sie legt zum Beispiel auch fest, welche Mitarbeiter und Teams mit welchen Algorithmen auf welche Daten zugreifen können, um Handlungsempfehlungen aus bisher unerkannten Mustern ableiten zu können.

Die Datenstrategie eines Unternehmens beginnt oft mit dem Data Thinking. Bei diesem methodischen Ansatz, der auf kreative Art und Weise Data Science, Design Thinking und Agilität miteinander verbindet, geht es weniger um die technologischen Aspekte von Big Data. Vielmehr stehen hier die Anwender aus den Unternehmen im Vordergrund, die besonders potentialträchtige Use Cases identifizieren und in neue datengetriebene Produkte und Services umwandeln. Internes Ziel eines solchen strukturierten Vorgehens ist es, mittelfristig eine neue Unternehmenskultur zu etablieren, in der die Datenzentriertheit sämtlicher unternehmensinternen Vorgänge durch alle Mitarbeiter gelebt wird. Nach außen gerichtet ist die Aufgabe einer solchen Strategie festzulegen welche Marktdaten analysiert werden sollen, um neue Marktpotentiale zu erschließen und Innovationen auf den Markt zu bringen.


Datengetriebenes Geschäftsmodell - von der Pike auf neu gedacht

Datengetriebene Unternehmen bleiben nicht bei der Digitalisierung ihrer bestehenden Geschäftsprozesse stehen – sie stellen vielmehr ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand und bewerten es unter dem Datenaspekt. Denn es liefern immer mehr Quellen Daten, angefangen von Sensoren über Maschinen bis hin zu Dienstleistungen. Die Leitfrage für Unternehmen lautet daher: Lassen sich diese Daten als Baustein für ein eigenes datengetriebenes Kerngeschäft nutzen? Falls ja, hat dann unser bisheriges noch Bestand? Muss es modifiziert, ergänzt, oder sogar ganz neu definiert werden, damit wir als Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben können?

Die Frage, wie sich aus den eigenen Daten ein neues Produkt und eine neue Dienstleistung kreieren lässt, ist der Kern einer jeden digitalen Transformation. Hier kommt es mitunter auf radikales Um- und Neudenken an. Diese Herausforderung kennt inzwischen z.B. jeder Maschinen- oder Turbinenbauer, dessen Produkte unablässig die unterschiedlichsten Nutzungsdaten generieren. Die Frage, die sich ihnen so oder ähnlich stellt: Begnügen wir uns mit dem Verkauf und der Wartung dieser Produkte – oder bieten wir ein Dienstleistungspaket rund um die generierten Daten an, das für unsere Kunden einen geldwerten Mehrwert darstellt?


Datengetriebenes Entscheidungsmanagement

Beim Umgang mit Daten in den Unternehmen geht es darum, mit Hilfe von Big Data-Analysen neue Einsichten auf Daten zu gewinnen und zuverlässige, datengestützte Entscheidungshilfen zu liefern. Statt auf Sicht zu fahren, können die durch Data Warehouse, Data Analytics sowie Data Science gewonnenen Erkenntnisse zu einem genaueren und nachvollziehbaren Entscheidungsmanagement in Unternehmen führen. Das gleiche gilt für Unternehmen, die die Folgen vergangener Entscheidungen überprüfen und eventuelle Optimierungspotentiale evaluieren möchten. Beim Entscheidungsmanagement kommt es darauf an, das Zusammenspiel zwischen den Anwendern bzw. Nutzern und der Technologie reibungslos zu gestalten. Auch wenn das moderne Management durch immer intelligentere, algorithmenbasierte Assistenzsysteme in seinen Entscheidungen unterstützt wird, so ist es letztlich immer noch der Mensch, der die Entscheidung fällt. Der richtige Umgang mit Daten inklusive Strategie und Datendenken kann hier den Unterschied machen.

Fazit: Das Data Mindset strukturiert somit nicht nur den unternehmensinternen Prozess auf dem Weg zur digitalen Neuausrichtung, sondern leistet auch eine Hilfestellung für dessen erfolgreiche Umsetzung.

Könnte Ihr Unternehmen auch von einem Data Mindset profieren? Brauchen Sie Unterstützung? Melden Sie sich bei uns, wir helfen Ihnen gerne dabei ein passendes Data Mindset zu entwickeln und es erfolgreich umzusetzen.


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